der 10 prozent könig

Einkäufer, der König der Einsparung

Einkäufer, eine sonderbare Spezies.

Eine sonderbare Art von Menschen die in den unterschiedlichsten Unternehmen eingesetzt werden. Mal macht es richtig viel Spaß (das ist aber wirklich die Ausnahme), mal raubt es einem den Verstand (und das ist die Dauerrealität) und manchmal weiß man einfach nicht mehr, was man sagen soll. Nicht immer sind es aber die Chefs oder Vorstände, die das Kopfschütteln hervorrufen. Oft genug sind es die unteren Leistungserbringer, die den Dienstleistern  die Zornesröte ins Gesicht treiben: Serviceanbieter, Produktlieferanten, Entwickler, usw.

Angestellte vom Mars. JA, die kommen offensichtlich vom Mars,

weil diese Spezies von Arbeitnehmer offensichtlich keine Ahnung von Zusammenhänge zu haben scheinen. Schritt 1 erledigen. Was Schritt 2 macht ist denen egal. Meistens ist der Schaden vom Schritt 2 so gros dass die Einsparung beim schritt 1 zu nichte gemacht wird.

Wer ist schuld daran?

In den meisten Fällen ist es die Größe des Unternehmens, die diese Art von menschen braucht, weil die Aufgaben auf viele Schultern und Bereiche aufgeteilt wird. Logischerweise muss man Regeln aufsetzen um den Überblick zu behalten um Kontrolle ausüben zu können.

Deshalb sucht man nach Spezies die diese Kriterien erfüllen. Sprich Roboter, die das eigene Denken ausgeschaltet haben oder ausschalten müssen. Denn sie sind nur für eine Aufgabe eingestellt worden. Nämlich, so günstig wie möglich einzukaufen.

Und hier kommen wir zum Hauptkern des Problems.

Wenn Sie so jemanden unter diesen Voraussetzungen auf eine Aufgabe setzen, erschaffen Sie automatisch zwei Probleme.

  • DRUCK seitens Vorstände oder Inhaber, die vorgesetzten Ziele erreichen zu müssen. Hier ist der Einkäufer, je nach dem wie weit sein Horizont ist, entscheiden, ob JA oder NEIN. Meistens ist die Antwort, durch die Geschäftsleitung vorgegeben, weshalb der Einkäufer zu 99% sein logisches Denkvermögen ausschaltet und im Sinne vom Billiger-Einkaufen entscheidet.
  • Die Beschränktheit des Mitarbeiters, die mit der Zeit in Arroganz und Überheblichkeit ausartet, weswegen diese Menschen unlogische und schädigende Entscheidungen treffen um sich, entweder wichtig vorzukommen oder ihre Machtposition auszuleben.

In beiden Fällen ist der Schaden auf der Seite des Arbeitgebers.

Warum kann der Einkäufer den zweiten Schritt nicht erkennen?

Ganz einfach, weil man ihm das verbietet. Und zwar genau von dem der ihn eingestellt hat. Nämlich der Manager oder Vorstand.

Diese Zwei, sogenannte Entscheidungsträger, sind auch wiederum an ihrer eigenen Zahlen interessiert, weshalb Sie den Einkäufern diese einengende Anweisung geben. Dieses Sichtweise ist sehr Kurzsichtig. Das wiederum ist aber dem Managersystem geschuldet.

Der Manager hat eine vorbestimmte Zeit im Unternehmen und muss oder soll Zahlen liefern. Dies kann er nicht tun, wenn er langfristige Aufbaupläne auflegt um die Firma weiter zu entwickeln bzw. voran zu bringen. Dafür reicht seine Zeit nicht. Also setzte er kurzfristige Prioritäten und diese sind meisten eigenmotiviert und nicht im Sinne des Unternehmens.

Wohin führt diese Kurzsichtigkeit?

  • Der Einkäufer sucht sich immer den günstigsten Anbieter.
  • Der Dienstleistungserbringer muss, um diese Erwartung zu erfüllen, an Qualität und Service sparen.
  • Die darauffolgenden Beschwerden und Reklamationen häufen sich auf natürlicher Weise.
  • Es müssenKorrekturen vorgenommen werden, die die Kosten in die Höhe steigen lassen.
  • und so weiter kann man diese Liste weiterführen

So, wieviel hat der Einkäufer tatsächlich gespart?

Genau genommen, gar nichts. Aber das ist auch beiden Seiten bekannt und offensichtlich egal.

Denn jede Seite, sowohl Einkäufer als auch die Manager, denken NUR an ihre eigenen Zahlen. Und diese erfüllen Sie auch tatsächlich. Das ist auch das einzige was sie richtig tun.

Ob sie aber damit dem Unternehmen und den angeschlossenen Partnern schaden, IST DENEN EGAL.

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